Chirugie des grauen Stares (Katarakt)

Die Katarakt wird im Volksmund auch "Grauer Star" genannt. Dieser Begriff stammt aus dem Mittelalter: die normalerweise klare Augenlinse trübt sich mit zunehmendem Lebensalter,
die Pupille erscheint grau.

 
Heute muss niemand mehr am Grauen Star erblinden. Die Operationsverfahren der Gegenwart ermöglichen schon nach wenigen Tagen wieder eine Sehschärfe "wie in der Jugend". Durch ständige Verfeinerungen ist das Operationsrisiko sehr niedrig.

Dr. Ganzera führt die Operation im Klinikum Kulmbach durch.


"Wie geht so eine Operation?"

Die modernste Methode (Phakoemusifikation) erlaubt einen besonders kurzen und reibungslosen Eingriff, der meist schon nach zehn Minuten beendet ist. Wegen der geringen Belastung werden von uns etwa 99 Prozent der Patienten ambulant operiert.

Jeder Patient wird in einem Gespräch mit einem Anästhesisten auf die Operation vorbereitet. So können wir optimal auf Erkrankungen des Patienten eingehen und eine individuelle Betreuung sicherstellen.

Nach einer Phase der Vorbereitung, in der die Pupille mit Augentropfen erweitert wird, erhält der Patient ein Medikament zur Entspannung.

Um die örtliche Betäubung für den Patienten schmerzfrei zu gestalten, wird ihm vorher ein Beruhigungsmittel in die Vene verabreicht. Er schläft dann für wenige Minuten ein und merkt davon, häufig auch von dem ganzen Eingriff nichts mehr. Bei besonderen Gegebenheiten oder auf Wunsch des Patienten kann die Betäubung auch nur mit Augentropfen vorgenommen werden. Selbstverständlich kann der Eingriff auch in Narkose erfolgen.

Bei der Operation wird durch einen millimeterfeinen Stich mit einem Messer, dessen Klinge aus einem Diamant besteht, der Vorderabschnitt des Auges eröffnet. Dann wird mit Ultraschall das getrübte Innere der Linse pulverisiert und abgesaugt.
Als Ersatz der alten getrübten Linse wird im nächsten Schritt eine Kunstlinse eingesetzt. Diese ist natürlich "wartungsfrei". Sie ermöglicht scharfes Sehen in der Ferne, zum Lesen ist meist weiterhin eine Lesebrille erforderlich. Das Einsetzen spezieller Linsen, z.B. für gleichzeitiges Nahlesen, ist weltweit noch nicht optimal gelöst. Autofahrer, die nachts gut sehen müssen, oder Patienten, die öfter am Bildschirm arbeiten, sind häufig unzufrieden.

Wir setzen ausschließlich Linsen ein, die über viele Jahre beste Ergebnisse gezeigt haben. So ersparen wir unseren Patienten Enttäuschungen und böse Überraschungen durch unerprobte Produkte, die besonders in den Medien von Kleinfirmen intensiv propagiert werden.

Zuletzt wird das Auge für den Tag nach der Operation mit einem Verband geschützt. Am nächsten Tag wird der Verband entfernt und der Patient kann in der Regel wieder seinen Alltag aufnehmen.

Uns werden viele Fragen von besorgten Patienten gestellt. Insbesondere die Angst vor dem Bücken, dem Heben von Gegenständen und dem Duschen können wir heute vollständig ausräumen. Mit den neuen Operationsverfahren, die durch ihre spezielle Technik sogar eine Naht der Operationswunde überflüssig gemacht haben, ist nach der Operation ein unbeschwertes Leben möglich!