IVOM

Ein neues Verfahren zur Behandlung der feuchten Makuladegeneration: die IVOM (Intravitreale Operative Medikamenteneingabe).

Noch immer ist nicht genau erforscht, wie es zu einer Makuladegeneration kommt. Darum sind auch vorbeugende Maßnahmen nur bei einer sehr
geringen Menge aller Erkrankten als
wirksam belegt.

Ein Mechanismus ist jedoch mittlerweile bekannt: durch die Ausbildung "wilder Gefäße" in der Netzhautmitte kommt es zu der "feuchten" Maculadegeneration. Der Grund ist, dass diese neugebildeten Gefäßwucherungen nicht von der gleichen Qualität sind wie normale Gefäße.

Es ist wie bei vielem, was schnell geht und nicht gründlich gemacht wird: es leckt! Und diese Gefäßwucherungen verlieren Blut und Blutanteile in das umgebende Gewebe. Dies führt zu einer Schädigung, dem Wahrnehmen von Metamorphopsien (Verzerrungen) und Verlust von Sehschärfe.

Durch den Einsatz von Medikamenten kann die Neubildung solcher Gefäße unterbunden werden. Dadurch kann eine Makuladegeneration zum Stillstand gebracht werden, in manchen Fällen wird die Sehschärfe durch Resorption (Aufsaugen) der ausgelaufenen Blutbestandteile auch besser.

Leider ist die medikamentöse Behandlung nicht einfach, weil die Medikamente direkt in das Auge eingebracht werden müssen. Man benutzt dazu eine sehr feine Nadel. Vorher wird das Auge natürlich durch Tropfen betäubt, so dass der eigentliche Eingriff für den Patienten fast unmerklich ist.


Um Ihre Sicherheit zu gewährleisten, wird dieser Eingriff streng gemäß der Leitlinien des Berufsverbandes der Augenärzte durchgeführt:

  • der Eingriff erfolgt unter hochsterilen Bedingungen in einem Operationssaal
  • das Auge wird mehrfach desinfiziert
  • das Operationsfeld wird steril abgedeckt
  • eine kleine Spange wird eingesetzt, die das Auge offenhält
  • das Auge wird erneut desinfiziert
  • das Medikament wird nach standardisierten Bedingungen in das Auge injiziert
  • es erfolgen eine Applikation von Salbe und ein steriler Verband, der am nächsten Tag in der Praxis entfernt wird

Diese Behandlungsmethode eignet sich teilweise auch zur Behandlung von diabetischen Makulaveränderungen, Schwellungen nach Thrombosen und anderen Makulaerkrankungen.

Sie ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse!

Selbstverständlich wird in unserer Praxis bei jedem Patienten mit Makulaveränderungen geprüft, ob weitergehende Untersuchungen sinnvoll sind und er von der IVOM profitieren könnte.